Ist Schiefer wetterfest?

Ist Schiefer wetterfest?

Alles, was du über Schiefertafeln im Außenbereich wissen solltest

Schiefer ist ein wunderschönes und natürliches Material, das sich hervorragend für den Außenbereich eignet. Ob als Gedenktafel, Tiergedenktafel, Türschild oder persönliche Dekoration – Schiefer kann viele Jahre draußen verwendet werden.

Doch wie verhält sich Schiefer eigentlich bei Regen, Frost, Schnee und Sonneneinstrahlung? Und warum sieht eine Gravur auf einer nassen Schiefertafel manchmal anders aus?

In diesem Beitrag erklären wir dir, wie wetterfest Schiefer wirklich ist und worauf du bei einer Schiefertafel im Außenbereich achten solltest.

Ist Schiefer für den Außenbereich geeignet?

Ja. Schiefer ist ein Naturstein und grundsätzlich sehr gut für die Verwendung im Außenbereich geeignet. Er wird seit vielen Jahren beispielsweise für Dächer, Fassaden, Mauern und andere Außenbereiche eingesetzt.

Auch unsere Schiefertafeln können problemlos draußen verwendet werden. Regen und normale Witterungseinflüsse sind für den Schiefer grundsätzlich kein Problem.

Allerdings handelt es sich bei Schiefer um ein Naturmaterial. Deshalb kann sich die Oberfläche durch Feuchtigkeit, Temperatur und Witterung optisch verändern. Diese Veränderungen gehören zum natürlichen Charakter des Materials und sind kein Zeichen dafür, dass die Schiefertafel beschädigt ist.

Wie verhält sich Schiefer bei Regen?

Wenn Schiefer nass wird, verändert sich seine Farbe. Die Oberfläche erscheint meist deutlich dunkler und die natürliche Struktur des Steins tritt stärker hervor.

Das ist besonders bei gravierten Schiefertafeln wichtig: Durch die dunklere Oberfläche kann eine helle Gravur bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit vorübergehend deutlich weniger sichtbar sein.

Die Gravur selbst wird dadurch jedoch nicht beschädigt. Sie ist weiterhin vorhanden und verändert sich durch das Wasser nicht.

Warum sieht man die Gravur bei Nässe schlechter?

Eine Gravur entsteht direkt in der Oberfläche des Schiefers. Bei unseren Schiefertafeln wird das Motiv bzw. der Text durch die Lasergravur dauerhaft in das Material eingebracht.

Wird die Schieferplatte nass, wird der Stein dunkler. Dadurch ist der Kontrast zwischen der hellen Gravur und dem dunklen Schiefer deutlich geringer. Das Motiv kann deshalb bei Regen teilweise so wirken, als wäre es kaum noch vorhanden.

Das kann insbesondere bei detailreichen Bildern oder sehr feinen Gravuren auffallen.

Wichtig: Sobald die Schiefertafel wieder vollständig getrocknet ist, wird der Schiefer wieder heller und die Gravur ist wieder deutlich besser sichtbar.

Die vorübergehend schlechtere Sichtbarkeit bei Regen ist deshalb eine natürliche Eigenschaft des Schiefers und kein Qualitätsmangel.

Was passiert mit Schiefer bei Frost und Schnee?

Schiefer ist grundsätzlich frostbeständig. Trotzdem kann bei Naturstein immer eine gewisse Vorsicht bei extremen Wetterbedingungen sinnvoll sein.

Problematisch kann vor allem dauerhaft eindringendes Wasser in vorhandene feine Risse oder Spalten sein. Wenn dieses Wasser gefriert, dehnt es sich aus und kann das Material langfristig belasten.

Eine hochwertige und unbeschädigte Schiefertafel kann jedoch grundsätzlich auch im Winter draußen bleiben.

Bei sehr starken Temperaturschwankungen oder extremen Wetterbedingungen können natürliche Veränderungen des Materials nicht vollständig ausgeschlossen werden. Schiefer ist schließlich ein Naturstein und kein industriell vollkommen gleichförmiges Material.

Verändert sich Schiefer durch Sonne?

Sonne und UV-Strahlung sind für Schiefer grundsätzlich kein großes Problem. Die natürliche Oberfläche kann sich im Laufe der Zeit jedoch etwas verändern.

Auch die Farbe und Struktur des Steins können sich mit der Zeit leicht verändern. Das gehört zur natürlichen Alterung des Materials.

Gerade bei einer Gedenktafel kann dies sogar Teil des besonderen Charakters sein: Die Tafel bleibt ein natürliches Produkt und entwickelt mit der Zeit ihre eigene Optik.

Muss eine Schiefertafel versiegelt werden?

Nein, eine Schiefertafel muss nicht grundsätzlich versiegelt werden, damit sie im Außenbereich verwendet werden kann.

Schiefer ist von Natur aus für den Außenbereich geeignet. Eine zusätzliche Versiegelung kann aber sinnvoll sein, wenn bestimmte optische Eigenschaften gewünscht sind.

Zum Beispiel kann eine transparente Versiegelung dazu beitragen, dass die Oberfläche weniger Wasser aufnimmt und eine Gravur auch bei feuchter Oberfläche besser sichtbar bleibt.

Dabei gibt es allerdings auch Nachteile.

Warum wir unsere Schiefertafeln nicht mit Acryllack versiegeln

Eine Möglichkeit, die Sichtbarkeit einer Gravur bei Regen zu erhöhen, ist eine nachträgliche Versiegelung der Schieferoberfläche mit einem geeigneten transparenten Lack.

Durch die Versiegelung verändert sich jedoch die natürliche Oberfläche des Schiefers. Je nach verwendetem Lack kann die Tafel deutlich stärker glänzen und das Licht reflektieren.

Gerade bei direkter Sonneneinstrahlung kann dadurch ein deutlicher Spiegeleffekt entstehen. Das kann die Lesbarkeit und die natürliche Optik der Tafel wiederum beeinträchtigen.

Aus diesem Grund verzichten wir bewusst auf eine werksseitige Lackierung unserer Schiefertafeln.

Wir möchten die natürliche, matte Oberfläche des Schiefers erhalten und keine glänzende Schutzschicht aufbringen, die das Erscheinungsbild der Tafel verändert.

Kann ich meine Schiefertafel selbst versiegeln?

Wenn dir besonders wichtig ist, dass die Gravur auch bei Regen möglichst gut sichtbar bleibt, kannst du die Schiefertafel nachträglich selbst mit einem geeigneten transparenten Schutzlack für Naturstein versiegeln.

Beachte dabei bitte, dass die Versiegelung das Aussehen der Schieferplatte verändern kann. Je nach Produkt kann die Oberfläche dunkler, glänzender oder stärker reflektierend wirken.

Wenn du dich für eine Versiegelung entscheidest, solltest du deshalb zunächst an einer unauffälligen Stelle bzw. an einem Probestück testen, wie sich das gewünschte Produkt auf den Schiefer auswirkt.

Eine Versiegelung ist nicht notwendig, damit die Schiefertafel draußen verwendet werden kann. Sie ist vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, wenn bestimmte Eigenschaften – beispielsweise eine bessere Sichtbarkeit bei Nässe – gewünscht sind.

Was ist mit Flecken und Verschmutzungen?

Schmutz, Staub, Pollen oder andere Ablagerungen können sich natürlich auf einer Schiefertafel sammeln, wenn sie dauerhaft im Außenbereich steht.

In den meisten Fällen reicht es aus, die Oberfläche vorsichtig mit Wasser und einem weichen Tuch zu reinigen.

Vermeide aggressive Reinigungsmittel, Scheuermittel oder harte Bürsten, da diese die natürliche Oberfläche des Schiefers beeinträchtigen können.

Bei einer gravierten Schiefertafel sollte außerdem nicht kräftig über die Gravur geschrubbt werden.

Kann Schiefer verwittern?

Ja. Wie jeder Naturstein kann auch Schiefer durch jahrelange Witterungseinflüsse Veränderungen zeigen.

Das kann beispielsweise die Farbe, Oberfläche oder Struktur betreffen. Kleine Veränderungen sind bei einem Naturprodukt normal.

Dabei sollte man zwischen einer natürlichen Alterung und einer Beschädigung unterscheiden.

Eine Schiefertafel, die nach einigen Jahren etwas anders aussieht als am ersten Tag, ist nicht automatisch kaputt. Gerade diese natürliche Veränderung macht den Charakter von echtem Schiefer aus.

Drei häufige Irrtümer über Schiefer im Außenbereich

Mythos 1: „Schiefer darf nicht nass werden.“

Falsch.

Schiefer ist grundsätzlich für den Außenbereich geeignet und kann problemlos Regen ausgesetzt werden.

Allerdings verändert sich seine Optik, wenn die Oberfläche nass wird. Besonders eine Gravur kann dadurch vorübergehend weniger sichtbar sein.

Mythos 2: „Wenn man die Gravur bei Regen nicht sieht, ist sie beschädigt.“

Falsch.

Die Gravur wird durch Regen nicht einfach ausgewaschen.

Der Schiefer wird durch die Feuchtigkeit dunkler und dadurch verändert sich der Kontrast zur hellen Gravur. Sobald die Oberfläche wieder trocknet, wird die Gravur wieder deutlich sichtbarer.

Mythos 3: „Schiefer muss unbedingt lackiert werden.“

Ebenfalls falsch.

Eine Lackierung ist für die Verwendung von Schiefer im Außenbereich grundsätzlich nicht erforderlich.

Eine Versiegelung kann jedoch sinnvoll sein, wenn beispielsweise eine bessere Sichtbarkeit der Gravur bei Feuchtigkeit gewünscht wird.

Dabei verändert sich allerdings die natürliche Oberfläche des Schiefers und je nach Lack kann die Tafel stärker glänzen und spiegeln.

Unser Fazit

Schiefer ist ein natürlicher und robuster Werkstoff, der sich sehr gut für den Außenbereich eignet.

Regen, Schnee und normale Witterung sind grundsätzlich kein Grund, eine Schiefertafel ins Trockene zu bringen. Trotzdem solltest du wissen, dass sich das natürliche Material durch Feuchtigkeit optisch verändert.

Bei Regen wird Schiefer dunkler. Dadurch kann eine helle Gravur vorübergehend deutlich weniger sichtbar sein. Sobald die Tafel wieder vollständig getrocknet ist, wird auch die Gravur wieder deutlich sichtbar.

Das ist eine natürliche Eigenschaft des Schiefers und kein Hinweis auf einen Fehler oder eine Beschädigung.

Wer die Sichtbarkeit der Gravur auch bei Nässe möglichst erhalten möchte, kann eine geeignete transparente Versiegelung verwenden. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass sich dadurch die natürliche, matte Oberfläche verändern und stärker spiegeln kann.

Wir verzichten deshalb bewusst auf eine werksseitige Lackierung und setzen auf die natürliche Schönheit des Schiefers.

Denn genau das macht eine Schiefertafel so besonders: Jede Platte ist ein echtes Naturprodukt und damit ein individuelles Einzelstück.

Du möchtest eine persönliche Schiefertafel für den Außenbereich?

Ob Gedenktafel, Tiergedenktafel, Türschild oder eine persönliche Erinnerung – bei PaddiX fertigen wir individuelle Schiefertafeln mit deiner gewünschten Gravur.

Die Tafeln werden nach deinen Vorstellungen personalisiert und sind für die Verwendung im Innen- und Außenbereich geeignet.

 

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